DR. MED. HELGA
KÖRNER-HALBRITTER

Fachärztin für Hauterkrankungen
Allergologie · Lasertherapie · Präventivmedizin

Schuppenflechte

Hintergrund: Etwa 1 ,5% der Bevölkerung westlicher Industrienationen erkrankt während ihres Lebens an einer chronischen entzündlichen Hauterkrankung, die durch das Auftreten von erythematösen, stark schuppenden Plaques und teilweise auch durch Gelenkveränderungen gekennzeichnet ist: die Psoriasis vulgaris ("Schuppenflechte"). Auf dem Boden einer bestehenden Anlagebereitschaft sind verschiedenartige Auslöser wie Infekte, mechanische, physikalische oder chemische Faktoren, bestimmte Grunderkrankungen, einige Medikamente oder auch psychische Faktoren für die Realisation des Krankheitsbildes verantwortlich. Die Hauterscheinungen sind gekennzeichnet durch entzündlich gerötete, scharf begrenzte Krankheitsherde unterschiedlichster Konfiguration mit einer charakteristischen, silbrig glänzenden Schuppung. Die Schuppenflechtenareale können sich auf wenige Herde begrenzen, zu großen Flächen zusammenfließen oder in seltenen Fällen auch den gesamten Körper umfassen.
Zu 50% ist die Schuppenflechte von einer Nagelbeteiligung begleitet. Nicht selten tritt im Zusammenhang mit der Schuppenflechte auch eine Gelenkerkrankung auf. Aufgrund des unterschiedlichen klinischen Erscheinungsbildes werden verschiedene Formen der Psoriasis unterschieden.

  • Psoriasis vulgaris
  • Psoriasis inversa
  • Psoriasis pustulosa
  • Psoriasis arthropathica

Behandlung: Durch eine Reihe von Experimenten ist mittlerweile gut belegt, dass und wie T-Zellen (immunkompetente Zellen) das komplexe sporadische Entzündungsbild vermitteln können. Aus diesen Erkenntnissen erfolgt eine neue Behandlungsmethode mit selektiven lmmunmodulatoren.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Lokalbehandlungen mit Cortisonsalben, teerähnlichen Extrakten, Vitamin-D Salben und Vitamin-A Säure. Andere systemische Therapien werden eingesetzt mit immunsupressiven Medikamenten, wie Zytostatika, Cyclosporine und Retinoide. Des Weiteren gibt es bestimmte Fototherapien. Für den Patienten ist es wichtig, dass irritative Einflüsse vermieden werden. Dazu gehört das Tragen beengender Kleidung, der Kontakt mit Chemikalien.